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Mitmachen im ZirkusAlles ist möglichWir haben schon oft die Erfahrung gemacht, dass durch das hautnahe Erleben von Zirkus eingespielte Rollen- und Verhaltensmuster aufgebrochen oder in der Aufregung auch mal schlicht vergessen wurden. Die Atmosphäre auf dem Platz, die sanfte Entführung aus dem nicht immer einfachen Alltag, das gemeinsame Spielen, die kreative Auseinandersetzung, die Freude im Vorfeld und die zunehmende Spannung, je näher der Moment des grossen Auftrittes rückt, machen das für unmöglich Gehaltene möglich. Wir bauen auf die langjährigen Erfahrungen betreffend Arbeitsweise oder Wochenablauf, sind aber gerne bereit, auf Ihre Wünsche und Anregungen einzugehen und Bedenken oder Fragen mit Ihnen zu besprechen. Zirkus für AlleUnsere Artisten können verschiedenster sozialer und kultureller Herkunft sein, verhaltensoriginell oder im Rollstuhl: Solche und Andere. Wir nehmen sie alle ernst mit ihren spezifischen Bedürfnissen und Träumen, machen aber keine Wertung. Während dieser Woche – und im Herzen lange darüber hinaus – sind sie alle Artistinnen. Wir arbeiten mit 60 Teilnehmern, inklusive Betreuungspersonen oder Lehrkräften, welche Lust haben, in einer der Gruppen mitzumachen. Besonders wichtig sind uns integrative Wochen, in denen alte und junge Menschen, Primarschülerinnen und geistig behinderte Erwachsene oder fremdsprachige und körperlich behinderte Kinder zusammen Zirkus machen.
Wie sieht der Artistenalltag aus?Vielleicht sind einige der angehenden Artistinnen schon beim Zeltaufbau dabei. Die zehn Wunderplunderleute in ihren dreckigen Arbeitshosen haben alle Hände voll zu tun, denn sie wollen bis zum Nachmittag alles bereit stellen, um die Zirkusgwundrigen gebührend empfangen zu können. Während des Parcours haben die Artisten die Möglichkeit, alle acht angebotenen Zirkusressorts kennenzulernen. Zum Schluss gilt es dann, sich für eines zu entscheiden – tja, wer die Wahl hat... Dann geht es los! Gearbeitet wird in Gruppen von 4-14 Artistinnen zusammen mit einer Person vom Zirkusteam. Es wird fleissig ausprobiert, Lust und Fähigkeiten spielerisch ausgelotet. Zwischen-durch kann das bunte Zirkusdorf bestaunt, über Traktoren gefachsimpelt oder bei den andern Gruppen zugeschaut werden. Doch nicht zu lange, denn schliesslich muss bis zur Hauptprobe eine Geschichte, ein Thema oder ein Ablauf der Nummer ausgeheckt, in den vielen Kisten im hellblauen Laschi nach den passenden Kostümen gesucht, vielleicht sogar noch ein Requisit gebastelt werden. Ja, es ist streng, dieses Artistenleben, streng aber wunderplunderbar! Für den langersehnten Auftritt zum krönenden Abschluss der Woche werden alle sorgfältig geschminkt, das ”toi, toi, toi” der einzelnen Gruppen ist auf dem ganzen Gelände zu hören. Viel zu schnell vergeht diese Woche – zurück bleiben Wagenspuren und Stoff für viele süsse Träume... |